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Damaststahl – warum er so gut ist

Was ist eigentlich Damaststahl (Damaszenerstahl)? Wir haben das wichtigste, was Du über Damaststahl wissen musst, kurz in diesem Artikel zusammengefasst!

 

Die Geschichte des Damaststahl

Wir müssen kurz einen historischen Ausflug machen, um das Phänomen des Damaststahles zu erklären. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde in Damaskus, Hauptstadt von Syrien, dieser Stahl zuerst hergestellt. Zu jener Zeit waren die Ressourcen von Stahl und Eisen sehr begrenzt. Zusätzlich hat eine Klinge, die nur aus hartem Stahl besteht den Nachteil, dass sie leicht bricht. Dabei sollte eine Messerklinge zwei grundlegende Anforderungen erfüllen. Zum einen sollte diese flexibel sein, um beim arbeiten nicht gleich zu brechen. Zum anderen soll sie eine gewisse Härte haben, um lange den Schärfegrad beizubehalten.

 

Wie wird Damaststahl hergestellt?

Um die zwei bereits genannten Eigenschaften der Härte und Flexibilität zu erreichen werden vom Schmied mehrere Materialschichten übereinander gelegt. Diese Schichten bestehen abwechselnd aus weichem Eisen und härtbaren Stahl. Die übereinandergelegten Schichten werden dann ins Feuer zum verschweißen gelegt. Die verschweißten Schichten werden dann immer wieder gestreckt, umgelegt und erneut verschweißt, bis die Schichten fest miteinander verbunden sind. Das Muster kann man durch angebrachte Kerben, durch Falten oder Verdrehen der Schichten zusätzlich beeinflussen. Durch diesen Vorgang erhält die Klinge die gewünschte Flexibilität und Härte.

 

Wie kommt das Muster des Damaststahl zustande?

Durch das behandeln der Messerklinge mit Säure wird das charakteristische Klingenmuster erst richtig sichtbar. Das Muster entsteht, weil beim eintunken der Klinge in die Säure, die weichen Eisenanteile etwas schneller angegriffen werden als die harten Stahlanteile. Auch der graue Teint kommt durch die Säure zustande. Es ist wichtig zu wissen, dass Damaststahl meist nicht rostfrei ist. Die Klingen müssen also nochmals mit Öl konserviert werden.

 

Vorsicht vor Betrug!

Damastklingen sind äußerst beliebt aufgrund der sehr guten Qualität. Der Preis eines solchen Damastmesser kann allerdings sehr hoch sein. Das führt dazu, dass Händler Klingen anbieten, welche das Muster nur aufgeätzt haben. Oft wird auch an die Ausgangsklinge von beiden Seiten dünne Bleche aufgeschweißt, um das Muster vorzutäuschen. Es bedarf großer Erfahrung um die echte Damastklinge von der falschen zu unterscheiden.

 


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