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Einhandmesser – Klingenstahl


 

Bei der Suche nach dem besten Ein­handmesser soll­test Du beson­ders Aufmerk­samkeit dem genutzten Klin­gen­stahl wid­men. Die Wahl des Stahls ist in erster Linie dafür verantwrotlich, wie gut Dein Messer im All­tag zu gebrauchen ist.

 

Einhandmesser Klingenstahl -2

 


4 Schlüsseleigenschaften des Klingenstahls


Härte (HRC):

Die Härte des Messerstahls wird heute in HRC (Hardness Rockwell Cone) angegeben. Hierfür wird ein Diamantkegel mit einer definierter Kraft (150kg = 1471 Joule) in den Klingenmetall gedrückt und festgestellt, wie tief eben dieser Diamant eindringt. Der zustande kommende Wert gibt dann die Härte des Stahls an.

 

 

Korrosion:

Die Messerklingen all unserer getesteten Einhandmesser sind bei der Herstellung mit Chrom versehen worden. Wichtig hierbei ist, dass all diejenigen Messer rostfrei sind, die mit mindestens 13 Anteilen Chrom enthalten.

Diesen Wert haben alle von uns getesteten Einhandmesser, d.h. dass auch wirklich alle Messerklingen rostfrei sind.

Wenn Du dein Messer nicht jedes Mal nach dem Benutzen auf Trockenheit überprüfen willst, achte darauf, dass rostfreier Stahl beim Herstellen der Klinge verwendet wurde!

Schnitthaltigkeit:

Wichtig bei der Wahl des Messers ist auch die Schnitthaltigkeit. Diese beschreibt, wie lange eine Messerklinge über einen bestimmten Zeitraum scharf bleibt, wenn sie in Gebrauch ist. Diese hängt allerdings stark mit der Härte des Stahls zusammen und ob ordnungsgemäß mit dem Einhandmesser umgegangen wird. Heutzutage ist es aber sehr schwierig über die Schnitthaltigkeit detaillierte und sachgemäße Aussagen zu treffen, da es hierfür keinen Standard und auch keine allgemeinen Vorschriften gibt.

Schärfbarkeit/Schärfeannahme:

Bei der Wahl des Stahls kann die Messerklinge unterschiedlich fein angeschliffen werden. Jeder möchte natürlich ein scharfes Messer mit sich führen, doch dazu benötigt man eine gewisse Zeit an Übung. Auch hier gibt es keine Standards und somit können keine sachgerechten Aussagen getroffen werden. Lediglich durch Klingentests, so wie wir sie hier durchführen, können konkrete Aussagen über jedes einzelne Einhandmesser und deren Klinge getroffen werden.

Leider ist der „beste“ und teuerste Messerstahl nicht gleichzeitig das Maximum der 4 genannten Schlüsseleigenschaften. Hier ist es wichtig zu wissen, für welche Arbeiten das Einhandmesser gebraucht wird, um sich für die richtige Messerklinge zu entscheiden.

Der Klin­gen­stahl ist ein Gemisch aus Chrom (immer größter Anteil) und desweit­eren aus Siliz­ium, Man­gan und Car­bon. In manchen Messer­schmieden wer­den auch noch weit­ere Stoffe bei der Her­stel­lung hinzuge­fügt (z.B. Molyb­dän, Vana­dium, etc.).

Hier eine kleine Über­sicht über die meist ver­wen­de­teten Klin­gen­stähle:


Eigenschaften der 4 größten Legierungsbestanteile


 

Kohlenstoff - Einhandmesser

Kohlenstoff – Auswirkung:

Kohlenstoff ist das wichtigste Element beim Herstellen des Klingenstahls. Je mehr Kohlenstoff bei der Herstellung verwendet wird, desto höher wird auch die Festigkeit bzw. Härtbarkeit.

 

Chrom - Einhandmesser

Chrom – Auswirkung:

Genauso wie Kohlenstoff macht auch Chrom den Klingenstahl erst härtbar. Hier allerdings mehr ölhärtbar oder lufthärtbar. Außerdem steigert die Zugabe von Chrom die Zugfestigkeit.

Silizium - Einhandmesser

Silizium – Auswirkung:

Je mehr Silizium man hinzugibt, desto schwieriger wird es die Legierung zu formen. Silizium erhöht also die Festigkeit, die Elastizität und verringert den Verschleiß des Metalls.

Mangan - Einhandmesser

Mangan – Auswirkung:

Der Klingenstahl lässt sich durch Mangan leichter bearbeiten. Die Beigabe beim Herstellen eines Messers erhöht die Festigkeit, Elastizität und die Härtbarkeit. Außerdem wird der Anteil des Sauerstoffs in der Metallschmelze verringert.

 


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